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29.09.09: Peter Ustinov Stiftung unterstützt neues Projekt der DIN A 13 tanzcompany
Peter Ustinov Stiftung unterstützt neues Projekt der DIN A 13 tanzcompany
Einen Austausch zwischen den Kulturen zu schaffen und Tanzensembles auf verschiedenen Kontinenten zu etablieren, in denen auch Künstler mit körperlichen Behinderungen tanzen, das ist das Ziel von Gerda König und ihrer DIN A 13 tanzcompany. Ihr jüngstes Projekt „patterns beyond traces“ hat die Choreografin gemeinsam mit der Dance Factory in Accra/Ghana entwickelt. Im März wurde das Stück uraufgeführt, jetzt geht es in Deutschland auf Tournee – unterstützt von der Peter Ustinov Stiftung.
Traditionelle Rituale und urbane Realitäten treffen aufeinander, wenn sich vier Männer und eine Frau in „patterns beyond traces“ über die Bühne bewegen. Virtuos gelingt es den Tänzern und der Tänzerin aus Ghana, die Bedeutung tradierter Legenden und Erzählungen für ihren eigenen Alltag zu reflektieren. Alte und neue Muster treffen aufeinander. Es geht um Vertrauen und Ablehnung, um Furcht und Faszination – in einer Welt voller kultureller Überschneidungen und Widersprüche. Und es geht um eine neue Ästhetik im zeitgenössischen Tanz, die die Schönheit jenseits des Makellosen in den Vordergrund rückt: Denn die drei körperlich beeinträchtigten Ensemble-Mitglieder beherrschen ihre Kunst perfekt.

Seit 1995 bereichert die Choreografin Gerda König mit ihrer DIN A 13 tanzcompany die Tanzwelt. In ihren so genannten mixed-abled Inszenierungen, die körperlich gesunde wie auch körperlich beeinträchtigte Tänzer einbeziehen, hinterfragt sie gängige Sehgewohnheiten und ästhetische Ideale. Gleichzeitig beschäftigt sie sich mit gesellschaftlichen Tabus und fördert den Austausch der Kulturen. Dazu arbeitet die DIN A 13 tanzcompany immer wieder mit Tanzensembles aus anderen Ländern zusammen. Nach Koproduktionen in Bulgarien, Slowenien, Brasilien, Kenia und Südafrika ist zuletzt die Kooperation mit der Dance Factory in Ghanas Hauptstadt Accra zur Choreografie „Patterns beyond traces“ entstanden.
Das Projekt feierte im März 2009 Premiere in Ghana. Von Ende September bis Mitte Oktober ist es jetzt auch in Deutschland zu sehen. Die Peter Ustinov Stiftung unterstützt die Tournee, die durch acht Städte führt – darunter Köln, Münster und Trier. „Der künstlerische Ansatz, den die Choreografie verfolgt, entspricht den Förderkriterien unserer Stiftung. „Patterns beyond traces“ trägt zur Gleichberechtigung von Menschen mit und ohne Behinderungen bei, macht darstellende Künstler mit körperlichen Beeinträchtigungen gesellschaftlich sichtbar und treibt den Dialog der Kulturen an“, so Stiftungsvorstand Günter Conrad. Nach jeder Aufführung hat das Publikum die Möglichkeit, sich mit den Künstlern aus Ghana über das Projekt und ihre Kultur auszutauschen.

Der Auftakt der Deutschland-Tournee findet am 25. September in der Studiobühne Köln statt. Danach machen Gerda König und ihr Ensemble an weiteren 7 Orten Station. Alle Termine im Überblick:
25./26. 09. Studiobühne Köln
28.09. Waggonhalle Marburg
02.10. Schankhalle Bremen
09.10. DansArt Bielefeld
14.10. Pumpenhaus Münster
15.10. Theater im Depot Dortmund
16.10. Flottmann-Halle Herne
18.10. TUFA Trier

