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22.01.09: Vergleich mit Signalwirkung für Spendenorganisationen
Peter Ustinov Stiftung:
Vergleich mit Signalwirkung für Spendenorganisationen
- Afrika direkt e. V. muss Verwendung von Spendengeldern nachweisen
- Verein hatte Bedingungen einer Projektvereinbarung nicht erfüllt
- Ustinov Stiftung verweigerte deshalb weitere Auszahlung an Afrika Direkt e. V.
- Dr. Clemens Grosche: „Verantwortung gegenüber Spendern ernst nehmen“
Düsseldorf/München, 16.01.2009. Die Peter Ustinov Stiftung hat gestern vor dem Landgericht München I einen Vergleich mit dem Verein Afrika direkt e. V. des Schauspielers Charles Huber geschlossen. Darin werden alle Transparenz-Forderungen der Ustinov Stiftung erfüllt, denen sich der Verein bisher verweigert hatte. Auf dieser Grundlage muss der Verein Afrika direkt e. V. nachweisen, ob die von der Sir Peter Ustinov Stiftung gezahlten Fördergelder für ein Schulprojekt im Senegal ordnungsgemäß und ausschließlich zweckbestimmt verwendet wurden. Der Verein konnte oder wollte die Verwendung dieser Fördergelder bisher nicht oder nur unzureichend nachweisen. Aus diesem Grund hatte die Peter Ustinov Stiftung die Zahlungen an das Projekt vorläufig eingestellt. Dr. Clemens Grosche, Vorsitzender der Sir Peter Ustinov Stiftung: „Der Vergleich hat für alle deutschen Spendenorganisationen Signalwirkung und kann dazu beitragen, höhere Standards in der Verwendung von Spendengeldern zu setzen. Die Spender haben ein Recht darauf, dass Organisationen mit jedem Cent verantwortungsvoll umgehen, exakte Nachweise von Projektpartnern einfordern oder eine qualitativ hochwertige Dokumentation eigener Projekte erstellen.“
Diese Standards gelten auch für Afrika direkt e.V. Unverändert habe die Stiftung die Sorge, dass das Geld nicht bestimmungsgemäß eingesetzt wird. Denn der Verein habe bereits eine Projektvereinbarung verletzt. Die Stiftung hatte Afrika direkt e. V. vor der Sammlung weiterer Gelder bereits 20.000 € zugewendet und dafür Bedingungen vereinbart, an die sich Charles Huber nicht gehalten habe. „Vor allem haben wir bisher keine aussagekräftigen Belege für die Verwendung der Fördergelder erhalten und sind deshalb misstrauisch geworden“, betont Grosche.
Deshalb habe die Stiftung die Auszahlung weiterer 80.000 € davon abhängig gemacht, ob eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine zusätzliche Kontrolle der Mittelverwendung vor Ort gewährleistet wird. Grosche: „Sobald Herr Huber diese selbstverständliche vertrauens¬bildende und notwendige Maßnahme akzeptiert, und eine neutrale Institution die Mittelverwendung für das Projekt prüfen kann, geben wir das Geld sofort frei.“
Die Stiftung habe ihrerseits die für das Projekt generierten Gelder seit Abschluss des Spendeneingangs im Februar 2008 transparent und nachvollziehbar dokumentiert und den Verein Afrika direkt informiert. Die Peter Ustinov Stiftung habe Charles Huber als Repräsentanten des Vereins mehrfach auf den notwendigen Nachweis aufmerksam gemacht. Auch wenn die Sir Peter Ustinov Stiftung den Förderzweck für gut halte, müsse die ordnungsgemäße und zweckgebundene Verwendung der Mittel geprüft werden. Dr. Clemens Grosche: „Wir werden unsere strengen Regeln in Verantwortung gegenüber unseren Spendern weiterhin konsequent anwenden.“
Die Stiftung wird im Rahmen des Vergleichs Art und Umfang der für das Huber-Projekt eingeworbenen Spenden durch einen neutralen Wirtschaftsprüfer bestätigen lassen.

