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28.11.08: Peter-Ustinov-Ausstellung im Filmmuseum Düsseldorf

 

Ausstellung im Filmmuseum Düsseldorf
Peter Ustinov – Enfant Terrible und Gentleman

 
vom 06. Dezember 2008 bis 22. Februar 2009

„Er war ein Renaissance-Mensch und tönte aus einer anderen Zeit ... eine Bildungsgeschichte wie die von Peter Ustinov kann man sich heute kaum mehr vorstellen. Menschen wie er werden wohl heute nicht mehr geboren. Jedenfalls kenne ich keinen Künstler, der zwischen den Humanen und dem Ironischen solch eine glückliche Balance gefunden hätte. Keinen, der so dinosaurierartig Hochkultur und Unterhaltung zusammenbrachte.“ (Roger Willemsen, Vorwort zu: „Peter Ustinov - Bilder meines Lebens“)

Der Titel der Ausstellung „Peter Ustinov – Enfant Terrible und Gentleman“ unter der Schirmherrschaft der Peter Ustinov Stiftung in Düsseldorf nimmt nicht nur Bezug auf die extreme Wandlungsfähigkeit des Schauspielers Peter Ustinov, sondern auf die große Bandbreite des Schaffens dieses „Renaissance-Menschen“ überhaupt. ‚Sir Peter’ ist uns heute nicht nur als Künstler, sondern vor allem auch als politisch engagierte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in Erinnerung.

Die weltweit erste Ausstellung über Sir Peter Ustinov zeigt ihn als einzigartigen künstlerischen Workaholic, zugleich als Verfechter eines humanistisch geprägten Common Sense.
Seine Arbeit als Schauspieler und Regisseur beim Film steht zwar im Mittelpunkt (Filme wie „Quo Vadis“, „Spartacus“ oder „Topkapi“ wurden Welterfolge), doch werden auch seine Arbeiten fürs Theater gewürdigt. In erster Linie sah er sich wohl als Autor, dies war die größere Herausforderung als die Schauspielerei. Die Ausstellung erinnert an Sir Peter als erfolgreichen Autor zahlreicher Bühnenstücke, Romane und Kurzgeschichten, zeigt ihn aber auch als Privatperson, u. a. mit einer Vorliebe für schnelle Autos.
Erstmals verweist die Ausstellung auf die Zusammenhänge zwischen Peter Ustinovs frühen Kriegserlebnissen und der Herausbildung seines humanistischen Weltbildes, das sich bereits ab den 1940er Jahren in einigen seiner Film und Theaterstücke manifestierte und das später zu seinem politisch-gesellschaftlichen Engagement führte.

Für die Ausstellung konnten zahlreiche Originalexponate aus dem Besitz von Peter Ustinov zusammengetragen werden. Neben Filmstills und Plakaten sind einzigartige Dokumente, etwa Briefe Peter Ustinovs an Schauspielkollegen, private Skizzen und Zeichnungen, Manuskripte und Privatfotos erstmals zu sehen. An Video- und Hörstationen wird der Künstler Peter Ustinov noch einmal zu erleben sein. Installationen wie eine kleine Bühne, übergroße Collagen seiner Porträts und seiner Buchcovers, Großprojektionen von Auftritten Ustinovs machen die Ausstellung zu einem lebendigen Event, das die Person des „Renaissance-Menschen“ den Besuchern eindrucksvoll nahe bringt, immer in Verbindung mit Ustinov-Zitaten, die leitmotivisch jeden der Ausstellungsbereiche begleiten. Zur Ausstellung läuft im Kino Black-Box des Filmmuseums eine Filmreihe.

Unter Schirmherrschaft der Peter Ustinov Stiftung, die 2009 ihr zehnjähriges Jubiläum feiert, finden begleitend zur Ausstellung pädagogische Workshops statt. Die Stiftung unterstützt die Erstellung eines Kataloges zur Ausstellung, der im Jubiläumsjahr 2009 vorgestellt werden wird.

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