Kinderzirkus Upsala
Ehemalige Straßenkinder begeistern als Artisten
Vor zehn Jahren hatte die Berlinerin Astrid Schorn die Idee, einen Kinderzirkus ins Leben zu rufen, um damit obdachlosen Kindern und Jugendlichen in St. Petersburg zu helfen und ihnen eine Perspektive aufzuzeigen. Das deutsch-russische Projekt gibt nicht nur den kleinen Artisten ihren Lebensmut zurück sondern begeistert auch regelmäßig russisches als auch deutsches Publikum. Denn jedes Jahr ist der Kinderzirkus auch in Deutschland auf Tournee. Dabei ist es nicht immer leicht, die Zuschauer – oftmals traumatisierte Kinder aus Kinderheimen, Behinderteneinrichtungen und Familienzentren in St. Petersburg – zum Lachen zu bringen. Ihre eigenen Geschichten, die selbst geprägt sind von Betteln, Flaschenpfand sammeln und Klebstoff schnüffeln, hilft den kleinen Artisten auf ihr Publikum einzugehen. Perspektivlosigkeit und Verarmung führen immer häufiger dazu, dass Eltern in Russland mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind. Die Kinder werden oftmals vernachlässigt, misshandelt und sich selbst überlassen, so dass viele Kinder die Obdachlosigkeit ihrem Elternhaus vorziehen. Schätzungen gehen von etwa 700 obdachlosen Kindern und Jugendlichen in St. Petersburg aus. 
Das Upsala-Team bestehend aus einem Zirkustrainer, einem Pädagogen und einem jungen Artisten sucht regelmäßig die Treffpunkte der Straßenkinder auf, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und um sie in den Zirkus einzuladen. Das Vertrauen der Kinder zu gewinnen ist aufgrund vieler schlechter Erfahrungen mit Heimen und staatlichen Institutionen schwierig. Sind sie aber erst einmal bereit den Zirkus zu besuchen, sind sie sehr schnell für die Kunststücke und die bunten Verkleidungen zu begeistern. Darüber hinaus können die Kinder duschen und erhalten Kleidung sowie Nahrung. Mit viel Einfühlungsvermögen wird ergründet, ob die Kinder in ihre Familien zurückkehren wollen. Alternativ wird für die Kinder ein Platz in einer Pflegefamilie oder in einem Kinderheim gesucht. Der spielerische Zugang durch die gemeinsame Zirkusarbeit hilft die Barrieren der meist abweisenden und scheuen Kinder abzubauen und deren Reintegration in die Gesellschaft zu fördern.
Unterstützung durch die Peter Ustinov Stiftung
Der Verein „Upsala“ in Deutschland sichert den Zirkus finanziell ab, um Essen und Kleidung für die Kinder zu besorgen, Requisiten zu kaufen und den Trainingsraum zu bezahlen. Der Verein wurde von der Sozialpädagogin Astrid Schorn gegründet, die durch ein Praktikum in St. Petersburg die Situation der Kinder vor Ort kennengelernt hat.

Seit 2009 unterstützt die Peter Ustinov Stiftung den Verein. Dadurch konnte bereits eine neue Zirkusklasse gegründet und die Deutschland Tournee ermöglicht werden. Die Aufregung der Zirkuskinder, die auf Deutschland-Tournee gehen durften, war groß. Viele Kinder konnten zum ersten Mal in ihrem Leben im Meer baden, reisen und ein anderes Land kennenlernen. Ihr hartes Training und ihr Einsatz wurden vom Applaus der Zuschauer auf Sylt, in Bonn, Berlin und Düsseldorf belohnt.
Für dieses und weitere Projekte zum Wohl von Kindern in Not und deren Familien setzt sich die Peter Ustinov Stiftung ein. Bitte beteiligen Sie sich an unserem humanitären Einsatz und geben Sie Kindern eine hoffnungsvolle Zukunft.
Weitere Informationen unter: www.upsala-zirk.org




