Auszug aus einem Brief von Marion Klesse, Vertrauenslehrerin der Peter-Ustinov-Schule Berlin-Charlottenburg an Igor Ustinov

„Die Tatsache, dass Ihr Vater sich als Weltbürger sah, ist ein wichtiger Aspekt unseres Wunsches. Wir wollen unsere Jugendlichen aus der engen Sicht „meine Straße, meine Stadt, mein Land“ wegführen zu einer Betrachtung der ganzen Welt. Sie sollen es als eine uns alle betreffende Aufgabe sehen, diese Welt zu schützen und sich mit allen Menschen verbunden zu fühlen. Die Probleme anderer Länder sind dann auch unsere Probleme.“

„Des Weiteren ist das Bemühen Ihres Vaters um die Förderung der Hilfsbedürftigen und Benachteiligten so eindrucksvoll, dass er auch in dieser Richtung Schülern ein Vorbild ist. Aber er gab sich mit dem Sammeln von Spenden nicht zufrieden, sondern es ging ihm auch um die Beseitigung der Ursachen von Armut, Unterentwicklung und Krieg, um die Förderung der Freiheit und Gerechtigkeit auf dieser Welt.“

„Als Ehrenpräsident des „Club of Budapest“ war er beteiligt an der Einrichtung von Instituten zur Vorurteilsforschung an den Universitäten von Budapest und Durham. Der Leitspruch des „Club of Budapest“: „You can change the world“, gibt Hoffnung und Perspektive, was die Jugendlichen dieser Zeit so sehr brauchen.“

„Gerade das Erkennen und Abschaffen von Vorurteilen muss im Schulalltag immer wieder thematisiert werden.“

„Abschließend will ich nicht unerwähnt lassen, dass das, was Ihr Vater in dieser Welt bewirken konnte, nur durch seine menschliche Wärme, seinen Humor und seine Weisheit so erfolgreich sein konnte. Der Vorsitzende von UNICEF Deutschland nannte ihn eine „moralische Autorität“, und als eben diese soll der Name Ihres Vaters für unsere Schule nicht nur ein Name sein, sondern ein Inhalt, der Schülerinnen und Schülern nahegebracht werden soll.“