Die Krankheit Noma

Noma ist eine das Gesicht entstellende Krankheit, unter der Kinder in unterernährten Ländern leiden, in Afrika, Lateinamerika, Asien. Noma tritt meist nach unbehandelten Infektionen auf.

Acht von zehn infizierten Kindern sterben. Dabei ist Noma im Frühstadium relativ leicht durch Antibiotika heilbar!

Unwissenheit der Eltern verzögert oft die rechtzeitige Behandlung, was tödliche Folgen haben kann. Die Krankheit schreitet mit enormer Geschwindigkeit voran. Ersten Zahnfleischschmerzen folgt Fieber, dann schwillt die Wange an.

In nur einer Woche zerfrisst Noma das Gewebe und die Knochen. Oft macht die Zerstörung des Gesichtes eine Nahrungsaufnahme unmöglich. Nur aufwendige Operationen können dann noch helfen.

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Weitere Informationen

Offizielle Bezeichnung:
Republik Niger

Größe:
1.267.000 km² (etwa dreieinhalb mal so groß wie Deutschland)

Bevölkerung:
ca. 11,9 Mio (davon 1,5 Mio Nomaden); wichtigste Ethnien: Haussa (50 - 55%), Djerma (20 - 24 %), Tuareg (ca. 10%)

Religion:
Sunnitische Moslems (95%), Animisten (4,5%), Christen (0,5%)

Sprachen:
Amtssprache Französisch, wichtigste Landessprachen Haussa, Djerma, Tamaschek (Tuareg)

Hauptstadt:
Niamey (ca. 900.000 Einwohner)

Lage:
Binnenland in der Sahara, Sahel- und Sudanzone

Klima:
Regenzeit von Juli bis September/Oktober, von April bis Juni sehr heiß (um 45°) und trocken, von Juli bis Oktober sehr heiß und feucht

(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)

Ein neues Gesicht für ein neues Leben

Einsatz für nomakranke Kinder im Niger

Noma zerstört Kindergesichter

Die Peter Ustinov Stiftung setzt sich im westafrikanischen Niger für die Bekämpfung von Noma ein, einer Krankheit, die Kindergesichter zerstört. Ziel der Peter Ustinov Stiftung ist es, Noma durch Aufklärung und Früherkennung zu verhindern und betroffenen Kindern zu helfen.

Operationen für ein neues Leben

Neben der Krankheit ist die Isolation das größte Problem von Nomakranken. Die Kinder leiden nicht nur, wenn sie in den Spiegel sehen. Ihre Kieferspalte führt häufig dazu, dass sie keine Nahrung mehr zu sich nehmen können. Von ihren Familien oft verstoßen und von Spielkameraden ausgegrenzt bezahlen die Kinder auch noch mit Einsamkeit.
Ein neues Gesicht bedeutet für diese Kinder soviel wie ein neues Leben. Doch Operationen im Bereich der plastischen Chirurgie sind aufwendig, schmerzhaft und sehr teuer. Deshalb ist es das Ziel, die Krankheit im Frühstadium zu bekämpfen, bevor es zu Entstellungen kommt.

So hilft die Peter Ustinov Stiftung

Zusammen mit unserem Partner, der „Hilfsaktion Noma e.V.”, wurden im Niger zahlreiche Programme zur Bekämpfung von Noma ins Leben gerufen. Die Aufklärungsarbeit trägt Früchte. Durch den Einsatz von Antibiotika konnten im Jahr 2004 rund 600 Kinder rechtzeitig der Krankheit entrissen und geheilt werden.
Auch mit Hilfe der Peter Ustinov Stiftung entstand im Niger eine Klinik für Nomakranke, in der lebensrettende Behandlungen stattfinden. Neben der Klinik entstand das Kinderhaus „La maison d'enfants Peter Ustinov”, in der die Vor- und Nachsorge der operierten Kinder stattfindet. Außerdem stellte die Stiftung sechs Geländewagen zur Verfügung, damit Gesundheitshelfer auch in abgelegene Dörfer vordringen können.

Für dieses und weitere Projekte zum Wohl von Kindern in Not und deren Familien setzt sich die Peter Ustinov Stiftung ein. Bitte beteiligen Sie sich an unserem humanitären Einsatz und geben Sie Kindern eine hoffnungsvolle Zukunft.

> Weitere Informationen unter: www.hilfsaktionnoma.de
> Aktuell: Interview mit Ute Winkler-Stumpf zum Putsch im Niger

 

 

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